Über die FAQ-Serie
In dieser Serie beantworte ich Fragen, die ich von Leserinnen erhalten habe. Wenn ich eine Frage für so interessant halte, dass sie öffentlich beantwortet werden kann, weil auch andere davon profitieren können, wird sie in diese Serie aufgenommen. Selbstverständlich sind die Fragen anonymisiert und redaktionell aufbereitet!
Alena fragt:
Mein Mann befindet sich in einer Dauersession wir haben uns darauf geeinigt das er alle 10 Tage einen Orgasmus haben darf, sofern er allen seinen Verpflichtungen nachgekommen ist. Dazu gehören auch einige Hausarbeiten. Es ist nun so, dass das eignetlich wunderbar funktioniert jedoch nur im Zusammenhang mit arbeiten oder Aufgaben, welche ich via Keuschheit “erzwinge”. Bei allem anderen gibt es jedesmal diskussionen und die Aufgaben werden “vergessen” oder dauernd von ihm verschoben. Sobald ich aber drohe ihm einen Orgasmus zu streichen kümmert er sich sofort darum. Das ist ja alles schön und gut, aber ich bin Ehrlichgesagt etwas genervt davon, dass alles nur mit dem Peniskäfig funktioniert. Sollte mein Mann nicht auch ohne Peniskäfig “funktionieren”?
Hey Alena, danke für die interessante Frage! Es ist vollkommen nachvollziehbar, dass du irritiert bist doch halte ich es für wichtig, festzuhalten: Es ist absolut okay, dass dein Mann so gut auf den Keuschheitsrahmen reagiert.
Viele Menschen funktionieren in bestimmten Bereichen einfach besser, wenn es klare Strukturen, Rituale oder motivierende Elemente gibt. Dass dein Mann in eurem gemeinsamen erotischen Setting besonders zuverlässig und engagiert wird, bedeutet nicht, dass „etwas nicht stimmt“. Es heißt schlicht, dass dieses Setting für ihn eine starke, positive und fokussierende Wirkung hat.
Keuschheit als Motivationssystem ist legitim
Viele Paare nutzen bestimmte erotische oder spielerische Rahmen, die weit über rein sexuelle Erregung hinausgehen, diese stiften Struktur, Fokus und Verbundenheit.
Wenn der Keuschheitskontext dazu führt, dass dein Mann:
- verlässlicher wird
- sich engagierter zeigt
- und Aufgaben nicht aufschiebt
dann zeigt das vor allem, dass das System bei ihm funktioniert.
Das ist keine Schwäche, das ist eine Form individueller Motivation, welche für ihn funktioniert.
Dein Bedürfnis ist dennoch berechtigt
Dass Du nicht immer in die Rolle der Domina schlüpfen möchten und dir wünscht, dass der Alltag auch ohne diese Dynamik funktioniert, ist genauso legitim. Es gibt durchaus auch Keyholderinnen welche nicht den ganzen Tag Dominant und bestimmend sein möchten und das ist völlig okay. Mein Konkreter Tippe wäre daher:
Mache eine Liste mit allen Aufgaben die er zu erledigen hat. Schreibe ebenfalls auf die Liste, dass er diese selbständig und ohne daran erinnert zu werden zu erledigen hat. Du übergibst ihm die Liste einmal im “Domina-Modus” und musst dich danach nie mehr darum kümmern. Wird etwas nicht erledigt, würde ich gar nicht gross darauf eingehen sondern einfach, ohne Diskussion, seinen Orgasmus streichen.
Das Ziel sollte sein, dass du im Alltag nicht dauernd die Domina spielen musst aber dein Mann dennoch seine funktionieren Motivation bekommt.
Liebe Grüße
Eure Mistress Viola
Bei Anregungen und Fragen dürft ihr mich gerne jederzeit kontaktieren.


