Nachdem man eine Session gestartet hat, stellt sich oft die Frage:
„Wie weiter? Was nun?“ Klar, man kann nun einfach abwarten und seinen Chaste ab und zu ein bisschen teasen – doch den meisten Männern verlangt es nach mehr. Und das kann für dich als seine Keyholderin durchaus von Vorteil sein!
Sehnsucht nach Kontrollverlust
Bei der Keuschheit geht es in erster Linie darum, die Kontrolle abzugeben.
Es entsteht ein Machtgefälle zwischen dir, der Keyholderin, und ihm, dem Chaste.
Er hat keine Kontrolle mehr über seine eigene Sexualität.
Sex und Masturbation liegen in deinen Händen!
Wenn er masturbieren möchte, muss er dich zwangsläufig um Erlaubnis fragen, er hat keine Kontrolle mehr darüber.
Dieser Kontrollverlust ist für viele Männer der eigentliche „Kick“.
Es ist befreiend, nicht mehr selbst entscheiden zu können.
In entsprechenden Foren liest man immer wieder, dass Männer während einer Session ausgeglichener und entspannter sind.
Einige Gedanken dazu von meinem Mann:
Das kann ich absolut bestätigen. Die eigenen Gedanken drehen sich nicht permanent um das Masturbieren und die Jagd nach dem nächsten Porno.
Während der Session fällt diese Last von mir ab. Das ist tatsächlich eine Art Befreiung.
Erziehung
Es mag seltsam klingen, doch die Keuschhaltung kann als eine Form der Erziehung verstanden werden.
Du erziehst deinen Mann zu einem ruhigeren und gesünderen Sexualverhalten – und der Keuschheitskäfig ist dein Werkzeug dazu.
Die Erziehung muss aber nicht bei der Sexualität aufhören.
Vielen Männern gefällt es, wenn sich die Erziehung über die Sexualität hinaus ausweitet – und hier kommen auch deine eigenen Bedürfnisse ins Spiel.
Denn du bist diejenige, die bestimmt, wie eine erweiterte Erziehung aussehen kann.
Natürlich kannst du deinen Mann nicht zu jemandem erziehen, der er nicht ist.
Wenn seine Leidenschaft Fußball ist, solltest du darauf verzichten, ihm das Spielen oder Schauen abzugewöhnen.
Aber du kannst bei Kleinigkeiten, die dich stören, eingreifen.
Es gibt viele kleine Dinge, die „Frau“ korrigieren kann, zum Beispiel:
- Toilettendeckel nicht heruntergeklappt
- Zahnpastatube nicht verschlossen
- Geschirr nicht weggeräumt
- Hausarbeiten nicht erledigt
- Müll nicht hinausgebracht
- Zu viel Zeit am Smartphone oder in sozialen Medien
Ich denke, jede von uns kann die Liste mit kleinen Dingen fortsetzen, die einen nerven.
Das sind genau die Punkte, an denen man eingreifen kann. Im Rahmen einer Session ist es völlig okay, deinem Chaste zu sagen: „Hey, du hast XY nicht richtig gemacht – du wirst deshalb bestraft.“ Auf die Strafen selbst gehe ich weiter unten noch ein.
Sexuelle Gewohnheiten etablieren
Eine weitere interessante Idee, die euch beiden sicher Spaß machen wird, ist es, neue sexuelle Gewohnheiten zu etablieren.
Hier musst du dir Gedanken darüber machen, was dir gefällt und wovon du mehr möchtest.
Damit du eine Vorstellung bekommst, erzähle ich dir einfach, was ich meinem Mann beigebracht habe:
- Zweimal tätscheln auf meine Schultern bedeutet: Ich möchte eine Rückenmassage haben.
- Blickkontakt halten und meine Beine spreizen bedeutet: Ich möchte Oralsex.
- Zweimal tätscheln auf meine Oberschenkel bedeutet: Ich möchte meinen Vibrator.
- Das Streichen über seine Augenlider bedeutet: Ich möchte, dass er eine Augenbinde anlegt.
Das sind nur einige der „Kommandos“, die ich ihm beigebracht habe.
Es fühlt sich für mich unglaublich gut an, meinen Mann wortlos kontrollieren zu können.
Natürlich gehören zu den sexuellen Gewohnheiten nicht nur das Antrainieren solcher Kommandos, sondern auch das Anerziehen von Verhaltensweisen, die man mag, und das Abgewöhnen jener, die man nicht mag.
Ich mag es zum Beispiel, wenn mein Mann beim Sex stöhnt – aber nicht, wenn er spricht.
Außerdem möchte ich während des Sexes ungefragt am ganzen Körper geküsst werden.
Das sind Kleinigkeiten, die ich ihm beigebracht habe – und nach einigen „Remindern“ hält er sie ziemlich gut ein.
Natürlich gilt auch hier: Wenn ich zu wenig Enthusiasmus seinerseits spüre, wird er nach dem Sex bestraft.
Ich sage dann einfach etwas wie: „Ich finde, du warst beim Lecken heute nicht so bei der Sache – darum wirst du bestraft.“
Bestrafung
Bei der Bestrafung ist es wichtig, dass du konsequent bist und die Strafe von A bis Z durchziehst.
Du kannst anfangs gerne milde bestrafen, aber bei Wiederholungen darf eine Strafe ruhig „schmerzhaft“ sein.
Weiter gilt: Eine Strafe soll kein Funishment, sondern ein echtes Punishment sein!
Die Strafe darf deinem Partner keinen Spaß machen.
Du willst deinen Chaste schließlich erziehen, nicht animieren, sich extra bestrafen zu lassen.
Einige Ideen für Strafen:
- Etwas essen, was er nicht mag (z. B. Zitrone, Zwiebel …)
- TV-Verbot (Kabel einziehen)
- Smartphone-Verbot (Gerät einziehen)
- Konsolenverbot (Controller einziehen)
- „Stille Ecke“ (mit dem Gesicht zur Wand stehen und schweigen)
Natürlich kannst du dir deine eigenen Strafen ausdenken.
Bei leichten Verfehlungen oder den ersten Strafen darfst du gerne etwas milder sein – z. B. das Smartphone nur für ein paar Stunden einziehen.
Bei wiederholten oder absichtlichen Verstößen darf es dann schon spürbar unangenehm werden.
Ein mehrtägiges Konsolenverbot ist da völlig in Ordnung.
Einmal ausgesprochene Strafen sollten niemals zurückgenommen werden!
Chastes versuchen dann oft zu verhandeln: „Ich lecke dich zu zehn Orgasmen, wenn du mir die Konsole wieder gibst!“ Geh nicht darauf ein. Lass dein Punishment nicht zu einem Funishment werden.
Die zehn Orgasmen darf er dir natürlich trotzdem liefern, aber die Konsole bekommt er trotzdem nicht zurück.
Einige Gedanken dazu von meinem Mann:
Klar gefällt mir nicht jede Aufgabe aber es gibt eben Dinge, die einfach erledigt werden müssen.
Ich finde es äußerst prickelnd, selbst langweilige Tätigkeiten wie Hausarbeit in einen BDSM-Kontext zu verpacken. Zu wissen, dass meine Keyholderin mich bestrafen wird, wenn ich den Abwasch nicht richtig mache, turnt mich unheimlich an! So wird aus einer langweiligen Aufgabe plötzlich etwas Heißes.
Die sexuelle Erziehung ist sowieso absolut aufregend, es gibt nichts Heißeres, als wenn meine Keyholderin von mir verlangt, was sie will!
Fazit
Keuschhaltung ist nur ein kleiner Teil des Gesamtbildes.
Du kannst deinen Chaste zu eurem beiderseitigen Vorteil nach deinen Wünschen erziehen, solange du dabei in einem vernünftigen Rahmen bleibst. Ergänzend dazu lohnt sich übrigens dieser Blogpost hier.
Liebe Grüße
Eure Mistress Viola
Bei Anregungen und Fragen dürft ihr mich gerne jederzeit kontaktieren.



